Abendmahl auf dem Karlsruher Marktplatz
Am Gründonnerstag, 2. April, lädt das ökumenische fächersegen‑Team der Citykirchenarbeit Karlsruhe von 13 bis 16 Uhr zu einer besonderen Aktion auf den Karlsruher Marktplatz ein. Mit einer elf Meter langen Tafel direkt an der Pyramide greifen wir das Motiv des „Letzten Abendmahls“ auf – angelehnt an das bekannte Bild von Leonardo da Vinci.
Vorbeikommende sind eingeladen, stehenzubleiben, ins Gespräch zu kommen und frisch gebackenes Fladenbrot miteinander zu teilen. Mitten im Trubel der Stadt entsteht so ein Ort, an dem Gemeinschaft, Gastfreundschaft und Verbundenheit spürbar werden können.
Unterstützt wird die Aktion von den Dekanen Markus Miles (katholisch) und Thomas Schalla (evangelisch). Für die musikalische Begleitung sorgt die Band Pizzicato Blue. Bei schlechtem Wetter ziehen wir in den Pop‑Up‑Store in der Kaiserstraße 145 um.
Was bedeutet der Gründonnerstag für uns, was Ostern
Am Gründonnerstag erinnern wir uns an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. In einer Nacht voller Unsicherheit teilt er Brot und Wein – nicht als Abschied, sondern als Vermächtnis. Er bittet seine Freunde, dieses Mahl weiter zu feiern, damit die Verbundenheit bleibt, die stärker ist als sein Tod. Zugleich wäscht er ihnen die Füße und zeigt: Liebe wird nicht schwächer, wenn es dunkel wird. Sie wird entschiedener. Bis heute glauben wir daran, dass im gemeinsamen Brechen des Brotes diese Nähe spürbar wird – eine Gemeinschaft, die trägt, gerade wenn Wege unklar werden.
Ostern ist das Herz des christlichen Glaubens: die Feier der Auferstehung Jesu. In ihr zeigt sich eine Kraft, die stärker ist als jedes Dunkel, ein Leben, das allem standhält, was uns niederdrückt. Ostern erzählt von Neuanfang, von Hoffnung und von einem Weg, der weiterführt, wo wir selbst keine Zukunft mehr sehen. Es sagt nicht: „Alles wird gut“, sondern: Es kann wieder gut werden – selbst dort, wo wir es nicht mehr für möglich halten. Gott öffnet Wege, die wir nicht erwarten, und schenkt Licht und Hoffnung, die leise beginnen und doch Kraft haben, unser Leben zu verändern.


